2. Juni 2013

Work in Progress

Da ich diese Wochende Pause zwischen zwei Modulen habe, mal ein kleiner Blick auf die Dinge die sich bisher technisch oder im Marketing der UoLiv geändert haben. Ich weiss nicht ob ich es hier im Blog schon mal erwähnt habe, aber ich war im Spätsommer letzten Jahres auf einem Marktforschungs-Gruppeninterview, bei dem es um verschiedene Richtungen der Werbung der UoLiv ging, z.B. auf welche Dinge grösserer Wert in der Präsentation gelegt werden sollte - mehr auf das Onlinestudium, die Internationalität der Studenten, die Qualität der Lehre usw. Am interessantesten war es andere Studenten zu treffen, obwohl diese aus verschiedensten Studiengängen kamen. Meine Versuche danach privat sowas wie einen Stammtisch zu organisieren scheiterten leider daran das weder die Marketingagentur noch die UoLiv meine Nachricht an Londoner Studenten weiterleiten wollte, geschweige denn mit Kontaktdaten zur Verfügung zu stellen - letzteres kann ich aus Datenschutzgründen auch nachvollziehen! Generell werden die Möglichkeiten der Kommunikation die direkt angeboten werden (Chats, allgemeine Foren) kaum genutzt. Das ist nicht nur bezogen auf die UoLiv,  sondern wie ich es bei www.fernstudium-infos.de manchmal lese auch bei anderen Hochschulen der Fall. Teilweise scheint auch die etwas umständliche Präsentation einer der Gründe dafür zu sein. Es gibt so viele gute Foren-Software, warum muss das Rad immer neu (und selten verbessert) erfunden werden?

Genau dies ja oft einer der Kritikpunkte an Onlinestudiengängen ist, die fehlende persönliche Interaktion und das nicht existierende Netzwerk, insbesondere im Bereich eines MBAs. Daher war ich positiv überrascht das ich vor kurzem eine Einladung zu einem Networking-Event der UoLiv in London erhalten habe. Dabei geht es wohl vor allem darum den DBA und generell die Onlineprogramme vorzustellen, aber ich hoffe doch das auch ein paar andere Studenten dort sind und man ein paar Leute kennenlernt - werde dann nach dem 12. Juni mal berichten. Und da Refreshments und Essen für umme sind wie der Ostwestfale so schön sagt, kann ja garnichts mehr schief gehen!

Zusätzlich habe ich noch an einem Skype-Interview mit einem Fakultätsmitglied zum Thema Multimedia-Unterrichtsmaterialien teilgenommen, was auch recht interessant war und mir die Möglichkeit gab Ideen und Vorstellungen weiterzugeben. Ausserdem gab es die Möglichkeit sich für eine Community zu bewerben in der es 12 Monate ausschliesslich um die Verbesserung der Programme geht - leider gehörte ich nicht zu den "Auserwählten". Nichtdestotrotz ist es gut zu wissen das sich die Universität und der Serviceanbieter nicht auf den Lobeeren der kürzlich erhaltenen AACSB-Akkreditierung ausruhen, sondern konstant versuchen den Inhalt als auch die Präsentation weiterzuentwickeln!

15. Mai 2013

Als ich mich heute mal wieder um den Blog kümmern wollte musste ich mit erstaunen feststellen das mein lezter Post schon über 7 Monate her ist! Kinder, wie die Zeit vergeht... Momentan befinde ich mich im 5., und damit letzten Pflichtmodul., Innovation & Change. Das Curriculum deckt hauptsächlich den Innovationsbereich (Wie schaffe ich eine innovative Unternehmenskultur, welche Innovationsformen gibt es, wie kann der Przess gemanaget werden usw.) ab, während Change Management bisher eine eher untergeordnete Rolle einnimmt. Das Projekt ist wie immer zur Anwendung des gelernten gedacht, diesmal sollen wir die Rolle eines Consultants einnehmen der dem jeweiligen Arbeitgeber eine Analyse und Verbesserungsvorschläge der Innovationskultur präsentieren soll.

Somit habe ich die folgenden Module fertig:
- Being a Leader
- Organisation in the Strategic Context
- Finance and Accounting for Managers
- Market Perspectives

Strukturell anders war dabei nur Finance & Accounting for Managers, da dieses Modul auch Gruppenarbeit erforderte. Da es kleine Teams waren (Wir waren 3), und wir uns innerhalb unserer Zeitzone zusammengefunden hatten gab es kein Problem und wir wurden auch mit einem satten A für all unsere Gruppenarbeiten belohnt! Zudem war es interssant auch mal ein paar Kommilitonen in Skype kennenzulernen, leider fehlt sonst dafür oftmals einfach die Zeit!

Wie geht es nun weiter? Anfang Juni starte ich mit meinem ersten Wahlmodul, International Business. Meine Spezialisierung ist auch International Business, sodass ich auf jeden Fall noch Business in Emerging Markets nehmen werde. Bezüglich des dritten Wahl-Moduls bin ich noch unentschlossen... Aber kommt Zeit kommt die Entscheidung. Wenn ich mit dem 6. Modul durch bin habe ich 12 Monate ohne Pause durchgearbeitet - und deswegen können ich mir diesen Sommer mal 2 Monate Pause! ;)

Werden dann wohl wieder berichten wenn ich mich für ein Modul entschieden habe, oder wenn ich nach der Pause wieder in  den Arbeitstakt  kommen muss!

Bis dahin,
Sven


21. Oktober 2012

Das erste MBA-Modul und Unterschiede zum MSc

Da ich nun mit dem ersten Modul des MBAs fertig bin (und mitten im zweiten Stecke) finde ich doch noch Zeit den Blog zu updaten - muss wohl an meinem verbesserten Zeitmanagement liegen... :) Zwischen dem MBA und MSc sind mir bisher drei Unterschiede aufgefallen. 

  1. Die Bücher müssen nicht gekauft werden sondern werden als Ebooks zur Verfügung gestellt. Das heisst auf der einen Seite spart man Geld und kann es auf einem Ebookreader mitnehmen, auf der anderen hat man nichts physisches in der Hand. Ich habe mich noch nicht entschieden ob ich es gut oder schlecht finden soll und habe auch schon mit dem Gedanken gespielt mit trotz allem die Hardcopies zu kaufen. Aber da ich die Ebooks als Vorwand gegenüber meiner Frau genutzt habe ein Table zu kaufen und wir eh so wenig Platz haben befinde ich mich hier in einer kleinen Zwickmühle.
  2. Die Zusammensetzung der Klasse. Im MSc waren wir zwar geographisch weltweit verstreut, hatten aber alle irgendwie einen Hintergrund in Finance und/oder Accounting. Im MBA sind die Erfahrungen nun aber wesentlich weiter gestreut. Generell ist der Altersdurchschnitt höher, und vom Priester aus London, dem Soldaten von den Bermudas, über den General Manager einer Mine in der Demokratischen Republik Konge bis hin zum Ostasienverantwortlichen eines amerikanischem Elektronikkonzerns ist alles dabei. Dadurch ergeben sich natürlich vielfältige Perspektiven, Erfahrungen und Diskussionsmöglichkeiten.
  3. Die Struktur des Moduls ist ein wenig anders. Beim MSc war es ja immer Samstag = DQ, drei Antworten, Mittwochs = Hand-In Assignment. Beim MBA ist es von Woche zu Woche unterschiedlich. Teilweise hat man nur die DQ und drei Antworten zu schreiben, teilweise ist es wie im MSc, und teilweise hat man Samstag und Montag eine DQ abzugeben, was dann recht stressig ist. Gemeinsam ist beiden das Finale Projekt, was sich aus zwei vorbereitenden Beiträgen und dem finalen Paper von ca. 4000 Wörtern zusammensetzt. 
Generell kann ich sagen das sich die Tutoren bisher nicht so mit Ruhm bekleckern, da diese eher zurückhaltend sind. Der einzige der wirklich fordernde Fragen gestellt hat war der Lehrer aus dem ersten Modul, alle anderen schildern eher eigene Erfahrungen die nicht wirklichen Erkenntnisgewinn beinhalten und somit die Diskussion auch nicht voranbringen. Ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber die nicht so guten Lehrer kamen alle aus den USA und der positive herausstechende aus GB... Aber im MBA fällt das weniger ins Gewicht, da dies durch die Palette der Studenten kompensiert wird. Im MSc, wo die Themen auch oftmals einen kleineren Bereich beleuchteten konnte es manchmal ein wenig zäh werden wenn 14 Leute auf ihre Beiträge kommen mussten.... Insgesamt bin ich mit dem Studium aber immer noch sehr zufrieden, und der MBA macht mir sogar noch mehr Spass als der MSc. 

3. Oktober 2012

Warum MBA?

So, da offiziell morgen das neue (Und schon zweite!) Modul anfängt nutze ich die Ruhe vor dem Sturm noch mal kurz um den Blog zu updaten. Habe mich ja nun auch schon einige Zeit nicht mehr Blicken lassen. Wie man sich vielleicht erinnert habe ich vom MSc in den MBA gewechselt. Nun mag sich manch einer Fragen wieso, und warum hat er sich das nicht vorher überlegt? Tja, der Hauptgrund zu wechseln ist eigentlich meine zukünftige private Lebensplanung. Da ich plane mittelfristig nach Brasilien zu gehen, habe ich mich noch mal hingesetzt und diverse Erfahrungsberichte eingeholt, bei denen sich herausgestellt hat das dort der MBA doch noch höher angesiedelt ist als der MSc. Zusätzlich eröffnet mir der MBA mehr Möglichkeiten, je nach Spezialisierung die ich wähle: Ich kann mich auf "International Business" spezialisieren um meine Berufserfahrung in Deutschland und England mit Theorie zu untermauern, kann aber auch "Entrepreneurship" wählen wenn ich feststelle das ich mich lieber selbstständig machen will, auch "Business in Emerging Markets" ist eine interessante Option. Zudem ist es möglich mich weiter auf Rechnungswesen zu konzentrieren, wobei ich das nun glaube ich mit dem vier Modulen des MSc zur genüge abgedeckt habe. Das ist auch der Grund warum ich diese nicht als vertane Zeit empfinde und weitergemacht habe bis zum Postgraduate Certificate. Und zu guter Letzt interessiert mich der MBA inhaltlich mittlerweile auch mehr. Da ich mich in meinem kompletten Berufs- und Ausbildungsleben immer im Rechnungswesen herumgetrieben habe, möchte ich nun auch mal in der Theorie über den Tellerrand hinausschauen! Somit ist alles wieder auf Neuanfang, kann wohl nicht genug bekommen vom Lernen! 

4. Juli 2012

Ein Blick zurück!

Lange nicht mehr gehört hier aus dem  regnerischen London, und wenn ich in die Blogliste schaue, dann habe ich das letzte "richtige" Mal nach dem Ende des dritten Moduls geschrieben. Bin nun auch mit dem vierten Modul durch, Accounting Information Systems and Technology. Im Grossen und Ganzen geht es dabei um die IT und deren Struktur die für vernünftiges Informationssysteme im Bereich des Rechnungswesen und der Business Intelligence notwendig sind. Das beinhaltet von verschiedenen Modellierungstechniken wie Flowcharts und DFD, über Customer Relationship Management, XBRL bis hin zu Sicherheitsbedenken und Ethik die verschiedensten Themengebiete. Klasse hatte eine angenehme Grösse (14 Leute) und war wieder global (u.a. Amerika, Litauen, Taiwan) mit einer leichten Konzentration auf Afrika. Auch der Tutor kam dieses Mal aus Afrika. Insgesamt war er gut, nur manchmal hatte ich das Gefühl das er lenkender in die Diskussionen hätte eingreifen könnne. Noch ein kleiner Hinweis für Interessierte: Lest die Bücherliste immer ganz genau! Mir ist es diesmal passiert das ich das zweite Buch komplett übersehen habe. In Woche 3 oder 4 gehörte das erste Kapitel dann zur Lektüre. Ich habe nach langem Suchen dann die Seite gefunden wo das erste Kapitel zum freien Download zur Verfügung gestellt wurde. Da ich vorher der Klasse per interner Kommunikation geschrieben hatte das ich Probleme hatte diese spezielle Lektüre zu finden, habe ich dann natürlich alle stolz darauf hingewiesen wo es dieses Kapitel gibt. Die müssen auch gedacht haben, "Was für ein Trottel, das ist doch alles in dem Buch was zum Modul gehört!". Leider hat mich keiner auf diesen Faux Pas aufmerksam gemacht. Mir ist es dann erst aufgefallen als für die Woche 5 weitere Kapitel zu lesen waren. Zum Glück war es ein E-Buch, sodass der Kauf und Download relativ unkompliziert waren. Zu der genutzten Software in einem anderen Beitrag mehr. 

Auch bin ich während des Moduls umgezogen (Ja ich weiss, ich sollte solche Dinge und Urlaub nicht immer ins Modul legen, aber manchmal lassen sich solche Termine nicht ändern!). Eigentlich war es so geplant das ich es schaffe meine Diskussionsbeiträge und das Hand-In Assignment drumherum schreibe. Aber, dann hat es mit dem Internet leider nicht so geklappt wie geplant und es ar das Jubilee-Wochenende, d.h. ich konnte nicht einmal auf der Arbeit was dafür tun. Habe daraufhin erst meinem Studentadvisor geschrieben (Da ich die E-Mail auf dem Handy hatte) und die Situation geschildert. Deren Urlaubsvertretung reagierte auch wie immer recht schnell und bat mich mich direkt an den Tutor zu wenden. Gesagt getan, mit den letzten Minuten Onlinezugang die Nachricht abgesetzt. Leider kam keine Rückmeldung, sodass ich bis zum Erhalt der Noten im unklaren war ob ich eine Exemption oder ein F bekommen würde. Zum Glück Letzteres, die beiden Leistungen wurden in meiner Notenübersicht kommentarlos als "exempt" markiert! Alles in allem resultierte das in einer soliden Note von knapp über 60 von 84 Punkten, sodass ich mein Postgraduat Certificate mit der Note "with merits" erhalten werde. Trotz das mein Antrag direkt am 28 Juni 2012 bei Laureate eingegangen ist dauert es bis zum nächsten Treffen des "Board of Examiner" bis ich offiziell mein Certificate erhalte, und da diese sich nur zwei mal im Jahr treffen wird es Oktober.

Der eine oder andere geneigte Leser mag sich nun fragen: Häh? PG Certificate? Hat der Gute nicht vorher geschrieben das man dieses nur erhalten kann wenn man den Studiengang abbricht? Genau so sieht es aus, ich werde den MSc nicht zu Ende führen! Dafür beginne ich heute mit dem MBA International Business an der University of Liverpool! Die Gründe dafür und warum ich diesen Weg gegangen bin gibt es dann in den nächsten Tagen an gleicher Stelle... (Den Cliffhanger habe ich mir im Fernsehen abgeschaut!)

16. Juni 2012

Heute ist mal wieder einer dieser Tage...

...an denen es mir schwerfällt mit meiner Discussion Question durchzustarten. Normalerweise gehe ich so vor, dass ich erst das Thema der DQ lese und dann die dazugehörige Lektüre. Das erlaubt mir das Material schon unter dem Aspekt der DQ zu lesen, und normalerweise ergibt sich dann schon während der Lektüre eine gewisses Verständniss auf was die Fragestellung abzielt und man hat schon eine Strutktur der Antwort im Kopf wenn man mit dem grundlegenden Lesen fertig ist. Aber manchmal gibt es Fragestellungen da fällt es mir unheimlich schwer diese grundlegende Idee zu entwickeln. Manchmal finde ich das Thema einfach langweilig, aber manchmal berührt die Frage auch soviele Themenbereiche das ich garnicht weiss wie ich am besten anfange. Wenn man es dann endlich schafft etwas zu schreiben, hat sich im nachhinnein immer herausgestellt das ich auf dem richtigen Weg war, mit selbst fehlte während des Schreibens aber die Gewissheit das dem so ist. Und ohne diese Struktur habe ich auch keinen Flow, sodass es eher ein mühsames kämpfen um jeden Satz ist, der wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als eigentlich notwendig, da man immer irgendwie etwas anderes zu tun findet. 

Aber genau das ist das Gute am Studium an der University of Liverpool - man hat jede Woche 5 kleine Schritte als einen grossen am Ende des Moduls, und frei nach Momo führen diese kleinen Schritte eher zum Ziel!

10. April 2012

And the next one!

Bin in letzter Zeit ein wenig faul gewesen, aber dass sei mal meiner Arbeitsbelastung und dem müden Wetter geschuldet. Aber da ich doch hin und wieder Feedback bekomme das Leute den Blog lesen habe ich mich heute mal wieder hingesetzt. Mittlerweile bin ich auch mit dem dritten Modul durch, Assurance & Management Control. Im Grossen und Ganzen geht es dabei um Internal Audit, d.h. was genau ist IA, die verschiedenen Möglichkeiten wie IA im Unternehmen eingesetzt werden kann. Diesmal waren wir nur 11 Leute, daher war das Lesetempo wesentlich angenehmer als im vorherigen Modul. Das einzig nervige war das Buch, da es von der Research Foundation des Institute of Internal Auditors herausgegeben wurde. Da dies keine "offizielle" Stelle ist, sondern "nur" ein Berufsverband, ging es in dem ersten Kapitel nur darum wie toll das IoIA ist und dass es ja die einzige Organisation sei deren Standards weltweite Gültigkeit haben. Zudem ist das Buch klar an Undergraduates gerichtet. In meinem Fall war das nicht schlecht, aber manche Beispiele die aus dem echten Leben angeführt wurden haben eher dazu geführt das ich schmunzeln musste. Zum Beispiel sollte man Risk Control im Alltag anhand seines Aushilfsjobs belegen. Ausserdem war das Buch  mit $135 doch recht teuer. Note wie immer ein B (62 von 84 möglichen Punkten), die Tutorin aus den USA auch in Ordnung, auch wenn ihre Reaktionszeit auf administrative Fragen manchmal etwas lang war. 

Was ich dieses Modul das erste mal gemacht habe: Reisen. Erstens: Es ist machbar. Zweitens: Es ist nicht zu empfehlen. Da man immer seine Abgabetermine hat legt man den ganzen Urlaub um diese herum. Das führt dazu dass man nie ganz abschaltet. Was wiederum anders sein mag wenn man betrieblich unterwegs ist, da ist man ja eh auf der Arbeit. Wobei es bei mir auch extrem war, war auf Grund familiärer Umstände zwei Wochen in Brasilien, dann vier Tage in Island und dann noch zweimal anderthalb Tage in Deutschland, sodass ich also fast das halbe Modul unterwegs war und es damit wohl eine Ausnahmesituation darstellt. 

Als letzten Punkt den ich noch erwähnen möchte: Es gibt die Möglichkeit einen Studentenausweis zu erhalten! Damit steht Studentennachlässen nichts mehr im Weg - zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein, aber da das Studium teuer genug ist nimmt man das doch gerne mit. 

2. Januar 2012

Step by step...

Nur eine Kleinigkeit die ich beim letzten Mal vergessen habe: 
Wie anscheinend alle englischen Universitäten bietet die UoLP Zwischenzertifikate an wenn man den Studiengang vor dem vollstaendigen Ende verlässt: Dies sind das Postgraduate Certificate nach der Hälfte der Module und das Postgraduate Diploma nachdem man alle Module, aber die Masterthesis noch nicht hat. Diese erhält aber nur wenn man sich wirklich exmatrikuliert als "Exit"-Zertifikat, kann sie also nicht als Zwischenzeugnis in einer Bewerbungssituation anfordern.

Flexibilität

Hallo allerseits,

da nun das 2. Modul, Weihnachten und Neujahr vorbei sind, habe ich wieder ein wenig Zeit gefunden mir ein paar Gedanken zu machen. Diesmal geht es um die Flexibilität des Studiums. Wie ja schon mehrfach beschrieben ist das Studium 100% online, d.h. keine Klausuren vor Ort oder in irgendwelchen Prüfungszentren. Um trotzdem die Teilnahme der Studenten sicherzustellen hat man die Verpflichtung neben der Ursprungsaufgabe noch 3 Forenbeiträge und eine Einsendeaufgabe fertigzustellen. Dies kann man nicht oft genug wiederholen, denn es bedeutet für die Dauer des Moduls dass man an eine starren Stundenplan gebunden ist. Man kann also in einer Woche in der man reisen muss oder andere Verpflichtungen hat, nicht einfach schieben um es dann nächste Woche nachzuholen. Mir gefällts, da es mich zwingt mich regelmässig mit dem Stoff auseinanderzusetzen, jemand der sich aus anderen Gründen für ein Ferstudium entscheidet sollte sich diesen "Einschränkungen" aber deutlich bewusst sein. Da oftmals Verpflichtungen kurzfristig auftauchen kann man sich in den ersten zwei Wochen ohne Konsequenzen aus einem Modul verabschieden, danach ist es dann ein etwas komplizierteres Verfahren was ggf. auch in einem "Fail" enden kann.

Daher mein Fazit auf Grund der Struktur: Das Studienformat ist geeignet für Leute die
- einen geregelten Job haben
- sich regelmässig mit einem Thema befassen wollen
- schriftliche Prüfungen vermeiden wollen oder keinen Zugang zu Prüfungszentren haben
- über einen Zeitraum von 2 Monaten ihre Lernmöglichkeiten planen können

Wer jedoch ein wirklich zeitlich flexibles Fernstudium sucht, bei dem man das Lernen vielleicht auch mal schieben kann oder sich her kurzfristig vor einer Klausur zum pauken hinsetzt, der sollte sich nach etwas anderem umsehen. 

28. Oktober 2011

Aus dem Leben eines Fernstudenten

Heute mal nur ein kurzes Update. Habe mir überlegt öfter mal Kleinigkeiten zu posten, dann sind die Pausen nicht so gross und ich strapaziere die Aufmerksamkeit meiner Leser nicht zu sehr... Ausserdem geht sonst vielleicht der eine oder andere Gedanke verloren!

Deswegen heute nur ein kleines Beispiel, meine letzte Woche sah so aus:
Donnerstag faul gewesen und von der vorherigen Woche erholt.
Freitag auch nur ein wenig gelesen.
Samstag morgens um 8 Uhr aufgestanden und bis ca. 16 Uhr an der DQ gesessen.
Sonntag Abend nach dem normalen Tagesgeschäft dann noch mal 3 Stunden gesessen und die erste Antwort geschrieben.
Montag bis Mittwoch dank Quartalsabschluss und kaputter Tube immer erst gegen 20 Uhr zu Hause gewesen, dann an zwei Tagen noch je 2-3 Stunden an den notwendigen Beiträge geschrieben. Das Hand-in Assignment ging mit einer Stunde relativ flott (nur rechnen). Das hatte ich am Dienstag eingeschoben, ein weitere Vorteil am Online-Studium, man kann variieren wann man was macht!

Insgesamt bin ich somit ziemlich genau auf die 20 Stunden in der Woche gekommen die veranschlagt werden.

23. Oktober 2011

2. Modul - Strategic Managerial Accounting and Performance Management

So, nach einer doch etwas längeren Pause komme ich wieder dazu ein kleines Update zu schreiben.
Wie unten berichtet wurde mein 2. Modul ja wegen zu wenig Teilnehmern leider um einen Monat nach hinten verschoben, und ich bin auch schon wieder in der 3. Woche. Aber ein direkte Bestätigung auf Xing dass dieses Blog doch gelesen wird lässt es mich mal wieder aktualisieren. 

Zur den Formalitäten: Durch die Zusammenlegung von 2 Kursen waren wir zu Anfang des Moduls 17 Studenten plus Lehrer.

Das ist diesem Fall Dr. Denys Crain-Sully, der neben seinem PhD auch einen MBA besitzt und 16 von seinen 30 Jahren Berufserfahrung bei Apple verbracht hat. 
Die restliche Klasse setzt sich folgendermaßen zusammen:
Nigeria
Südafrika
Deutsch (In USA lebend) (Nein, das bin nicht ich, bin nicht schon wieder umgezogen!)
Deutsch (In UK lebend)
Nigeria
Taiwan
Canada
Simbabwe
Libanon
Nigeria
China (In den Niederlanden lebend)
Österreich
Nigeria
Sri Lanka (In UK lebend)
Singapur
Botswana

Davon sind 4 weiblich.  
Mit ein bisschen Statistik ergibt das:
Verteilung der Studenten nach Nationalität:
Afrika 41.18% 
Europa 17.65% 
Asien 35.29% 
Nord-Amerika 5.88%  

Nach derzeitigem Aufenthaltsort:
Afrika 41.18% 
Europa 23.53% 
Asien 23.53% 
Nord-Amerika 11.76%  

Verteilung Frauen / Männer:
4 Frauen, 13 Männer (23.53%, 76.47%)  

Wenn man nun als Vergleich das erste Modul heranzieht:
Nationalität:
Afrika 58.33% 
Europa 8.33% 
Asien 16.67% 
Nord-Amerika 16.67%

Wohnort:
Afrika 41.67% 
Europa 16.67% 
Asien 25.00% 
Nord-Amerika 16.67%  

3 Frauen, 9 Männer (25%, 75%)  

Was lernen wir daraus im Rahmen der Kennzahlen- und Trendanalyse? Afrika stark, aber nachlassend. Asien ist verzerrt, weil wir neben Indien und Libanon auch die reichen Länder wie Japan, Taiwan u.ä. haben. 

Von der Qualität der Mitstudenten ist wieder alles dabei, vom einfachen Buchhalter bis zum Managing Director eines Devisenhandels, vom Credit Risk Analyst zum Controller für "Central- and Eastern Europe".

Das Thema um das es in diesem Modul geht würde man im Deutschen wohl als Controlling bezeichnen. Costs, Pricing, Budgets, Investment Decisions usw. 

Das Thema ist interessant und das Lehrbuch wie immer gut, wir mussten pro Woche bisher je ein bis zwei Kapital lesen, plus jeweils 2 bis 3 Artikel, sodass das vorgegebene Lesepensum für die Discussion Question 75 - 100 Seiten betrug.  Sonst geht es seinen gewohnten Gang: Beiträge der Kommilitonen lesen, mindestens 3 weitere Beiträge schreiben, plus das Hand-In Assignment am Ende der Woche.

Nun zu den Kritikpunkten:
1. Die Lehrkräfte in den Modulen scheinen sich abzuwechseln. D.h. während ich im ersten Modul Dr. Nazam hatte, der Recht streng war, haben die Studenten der zweiten "Kohorte" dies wohl bei jemandem anderen gehabt, der nicht so auf die Formalitäten geachtet hat. Daher lassen die Referenzen teilweise auch zu wünschen übrig.
2. Allein durch die Anzahl der Personen ist es mehr als doppelt so viel zu lesen als im ersten Modul . Während wir dort um die 40 Beiträge pro Woche hatten, sind es momentan über 90! Aber wie immer scheint die Teilnehmerzahl im Laufe des Moduls zu sinken, also "schau mer mal"!
3. Der Lehrer ist passiver und greift weniger in die Diskussionen ein. D.h. das öfter mal Dinge wiederholt werden, und ich das Gefühl habe das auch weniger "geforscht" wird. Dr. Nazam hat oftmals Fragen gestellt die allein zum Verständnis das Lesen mehrerer Forschungsarbeiten erfordert hat, während Dr. Denys eher dazu neigt aus seinem eigenen Erfahrungen zu berichten, was die Diskussion aber nicht voran bringt. 

Dies sind meine ersten Eindrücke, und ich werde mich spätestens am Ende des Moduls wieder melden!

8. August 2011

Die Noten sind da!

Eigentlich schon seit einer Woche, aber bin vorher nicht dazu gekommen...
Für die letze Woche gab es dann noch mal ein A für die Discussion Question, ein F für meine Teilnahme (Hatte 1,5 Tage Urlaub genommen und nur einen Beitrag geschrieben um mein Projekt fertigzubekommen), und *tata* ein A für mein finales Projekt. Insgesamt kommen dann 61 von 84 möglichen Punkten für das Modul raus, was wohl einem B- entspricht. Wer allgemein mal einen Blick in das "Student Handbook" werfen will kann das hier tun.
Somit wäre das erste Modul geschafft, ich hoffe ich kann hier noch ein wenig den Sommer genießen bis es dann im Oktober mit Strategic Managerial Accounting and Performance Management weitergeht. Wen es interessiert, das entsprechende Buch ist dann Management Accounting for Decision Makers.

1. August 2011

In eigener Sache

Da ich mich hier hauptsächlich auf die UoL konzentrieren möchte habe ich mit meiner Frau einen weiteren Blog eröffnet, um über unsere Erlebnisse auf unseren Reisen (Im Moment natürlich hauptsächlich England) zu berichten. Also wer Interesse hat kann auch gerne hier mal reinschauen: http://sauerkrautandsamba.blogspot.com/

31. Juli 2011

Wo viel Licht ist...

...ist natürlich auch Schatten.
Was ich bisher verbesserungswürdig finde:
In der Vorbereitung wird so viel Wert darauf gelegt wie man richtig antwortet, also auf bestimmte formale Aspekte, während andere, die wie sich nachher rausstellte genauso wichtig sind, nicht einmal erwähnt werden.
Bei mir war es das Thema "Business Report". Es ging darum die Zahlen einer fiktiven Firma zu analysieren und interpretieren, und das ganze in der Form eines Business Reports. Den letzten Teil habe ich wohl überlesen, habe die Berechnungen erstellt und ein paar Sätze dazu geschrieben und ein "F" dafür kassiert - d.h. 0 von 84 möglichen Punkten! Grund? Meine Berechnungen waren richtig, aber formal nicht korrekt aufbereitet. Hätte man das Thema in der Vorbereitung einmal erwähnt, wäre ich dafür wenigstens sensibilisiert gewesen und hätte vorher gegoogelt woraus ein Business Report besteht!

Das zweite Problem ist die Zeit. Einmal ist es so geplant das man 8 Wochen Modul, 1 Woche frei, 8 Wochen Modul, 1 Monat frei usw. hat. Ich muss gestehen das ich am Ende der 8 Wochen ganz schön platt war, vor allem da in den letzten 2 Wochen noch die Projektarbeit hinzukommt. Hier würde ich es besser finden wenn man nur die Projektarbeit hätte und keine weiteren Assignments, und am Ende ein Monat Pause wäre, anstatt gleich weiterzumachen. In meiner "Kohorte" hat es sich jetzt ergeben das von den 6 Leuten die am Ende noch übrig waren (siehe vorheriger Post) nur noch fünf in das nächste Modul mitwollten, sodass es komplett ausgesetzt wurde und wir dann bei der nächsten Gruppe im Oktober wieder einsteigen.
Auf der einen Seite gut das man ein wenig Luft holen kann, auf der anderen Schade das man so lange raus ist. Aber neben dem Kostenfaktor der für die UoL eine Rolle spielt, sagen sie auch das mit weniger als 10 Personen die Diskussionen nicht genug Input bekommen um zum Lerneffekt beizutragen. Auch das ist ein zweischneidiges Schwert, denn schnell sind es auch zu viele Beiträge und man kommt kaum mit dem Lesen hinterher!

Soviel zu den negativen Punkten, ich bin sehr gespannt wie die Kommilitonen in dem anderen Kurs sind, denn die eine oder andere Seilschaft hat sich natürlich schon gebildet!

29. Juli 2011

International Financial Reporting and Analysis

So, da ich gestern meine Projektarbeit abgegeben habe, ist nun wieder Zeit vorhanden meine ersten Erfahrungen zu schildern. Eins vorweg - wer jemals behauptet das ein Fern- nicht gleichwertig zu einem Präsenzstudium ist, der soll bitte mal ein Modul an der UoL mitmachen. Was ehrlich gesagt aber auch mich überrascht hat, ist wie groß der Aufwand doch ist! 

Das Buch was wir benutzt haben ist Financial Accounting and Reporting von Elliott & Elliott in der 13. Edition von 2009, im August erscheint aber schon die nächste. Die Buchliste wird immer 4-5 Wochen vor dem Starttermin herausgegeben, sodass die letzt erhältliche Version bestellt wird, aber noch genug Zeit ist dass das Buch geliefert wird.  Unser Tutor im ersten Modul war Dr. Nazam Dzolkarnaini, hauptberuflich Lehrer an der Salford Businessschool. 

Wie sieht die Woche nun aus, und wieso ist der Aufwand so viel größer als Gedacht?
Donnerstags (Und teilweise auch schon Mittwochs) werden die zu lesenden Kapitel (zwischen 2 und 5) und die daraus resultierende Discussion Question (kurz DQ) online gestellt. Dann hat man bis Samstagabend 24 Uhr (lokal) Zeit eine Antwort auf diese Frage zu formulieren, 500 - 1000 Zeichen lang und mit entsprechenden Quellen belegt. Und hier liegt der Hund begraben. Aus der Lektüre des Buches und den ersten Nachforschungen in der Online-Bibliothek ergibt sich meist sehr schnell wohin die Reise geht und was das grundlegende Thema der Woche ist, aber seine eigenen Gedanken dann mit wissenschaftlichen Artikeln zu untermauern dauert. Erstmal muss man die Suche so formulieren das man verwertbare Ergebnisse bekommt, und dann sichten welche Artikel die These stützen (oder gegebenenfalls widerlegen). Dies noch in Englisch, was den Prozess zusätzlich verlangsamt. 
Danach hat man bis Mittwochabend Zeit seine 3 "Follow-up Posts" zu posten, wobei es gerne gesehen wird wenn man eigene Erfahrungen einfließen lässt und mit den Kommilitonen interagiert. Moderiert wird das ganze vom Tutor, der die Diskussion durch weitere Fragen auch in bestimmte Richtungen lenkt. Diese Beiträge sollten dann 250 - 500 Wörter lang sein und ebenfalls mit Quellen belegt. Das ganze wird dann mit einem "Hand-in Assignment" abgeschlossen, in dem es darum geht das gelernte an einem Beispiel umzusetzen. Z.B. kann das eine Analyse der Kennzahlen in Form eines Business Reports sein, oder die Erstellung von konsolidierten Accounts anhand 2 gegebener Bilanzen und GuV. 
Ganz am Ende ist dann als Projektarbeit die Analyse einer selbst gewählten Firma zu erstellen, dort soll all das gelernte angewandt werden, was bei mir in einer 27-seitigen Arbeit endete, was aber genau der Anzahl der geforderten Wörter entsprach (4500 - 5500). 
Ich kann nicht beurteilen wie deutlich es wird das ich eigentlich immer den kompletten Samstag für die DQ gebraucht habe und für jede Antwort auch ein kompletter Abend draufgegangen ist, und nebenbei noch das Hand-in Assignment fertigzustellen ist, deswegen noch mal eine Warnung: Es ist wirklich zeitaufwendig! Wahrscheinlich auch der Hauptgrund warum von anfänglich 12 Studenten am Ende des ersten Moduls nur noch 6 übrig sind...

Da mag sich nun die Frage stellen: Lohnt sich der Aufwand? Aus meiner Sicht: Ja! Durch das kapitelweise lesen wird man nicht sofort von der Masse des Buches erschlagen. Zudem sind die Fragen des Tutors immer wieder herausfordernd, und manches was im Buch nicht sofort klar ist wird einem dann deutlich wenn man verschiedene Artikel dazu liest. Auch durch die Assignments (und vorher bereitgestellte Übungsaufgaben) wird das gelernte sofort angewandt und verinnerlicht. Diese Struktur bedingt aber auch das man keine Flexibilität in dem Sinne hat, dass man auch mal eine Woche nichts macht um dann zu pauken, man ist ständig gefordert sich mit dem Stoff zu befassen. (Was bei mir ja einer der Gründe war mich für die UoL zu entscheiden!)
Obwohl mein Englisch gut ist (und ich ja mittlerweile sogar in England lebe), musste ich manche Beiträge doch mehrfach lesen um sie zu verstehen, was aber natürlich auch mein Englisch weiter verbessert hat. Insgesamt habe ich das Gefühl ich habe in den 8 Wochen UoL mehr gelernt als in den 3 Jahren (Naja, in meinem Fall 4) an der VWA! 

@Anonym: Wenn du ernsthaft Interesse an dem Studium hast, melde dich bitte mal unter sven.christian.suess@googlemail.com, die UoL hat ein "Refer a Friend" - Programm. 

27. Juli 2011

Die ersten 8 Wochen überlebt!

Habe gerade mein finales Projekt für mein erstes Modul abgeben - schade das ich kein Bier habe um das zu feiern! Morgen gibt es dann einen ausführlichen Bericht.

23. Mai 2011

Das erste "richtige" Modul!

So, am 19.05. war es dann soweit - das erste Modul stand an. Vorher hat mal wieder der Enrollment Advisor angerufen um sicherzustellen ob auch alles klar ist und los ging es.
Die "Lehrwoche" läuft immer gleich ab - Donnerstags beginnt das Modul und es wird die DQ (=Discussion Question) online gestellt, an diesem Tag unterzeichnet man auch seine "Academic Honesty Declaration" und postest sein Kurz-Bio in den Vorstellungsthread.
Bis spätestens Samstag 24 Uhr seiner Zeit muss man dann seine Antwort dazu eingereicht haben, die exklusive Fussnoten aus mindestens 500 Wörtern bestehen sollte. Im weiteren Verlauf der Woche muss man dann mindesten an 3 verschiedenen Tagen Beiträge leisten, sei es in dem man die Post anderer kommentiert, kritisiert oder unterstützt oder auf eben diese Bemerkungen zu seinem eigenen Post beantwortet.

Dies gilt natürlich auch für das Foundation-Module, in dem es hauptsächlich darum geht eben diese Systematik, das richtige zitieren und weitere Grundlagen zu üben. Die erste DQ ging dann darum das man einen Trend in seiner Branche beschreiben sollte der die globale Community beeinflusst und ob dies ein Zeichen für eine sinkende oder wachsende Community ist. Hört sich leicht an, aber dazu fundiert mit Belegen eine Seite allgemeinverständlich in English zu schreiben ist doch ganz schön anstrengend.
Zudem sind bei mir im Modul einige Muttersprachler, insgesamt:

2xCanada
2xNigeria
Taiwan
Ägypten (lebt in Dubai)
Uganda (lebt in der Schweiz)
Indien (lebt in Bahrain)
Ghana
Deutschland (Ich, der bald in London leben wird!)

Damit bewegt sich das English auch teilweise auf einem Niveau das ich Sätze 2mal lesen muss um sie zu verstehen. 
Aber bisher macht das ganz sogar Spaß, gerade für jemanden der mit dieser Internet-Forenkultur aufgewachsen ist. Ich ertappe mich dabei mich manchmal einfach einzuloggen ob zu sehen ob einer meiner Kommilitonen etwas Neues geschrieben hat! ;)

Diese Modul läuft nun erstmal 2 Wochen allein, und dann startet Anfang Juni mein erstes Fach-Modul. Ich bin dabei mal gespannt ob alle Studenten dich ich bisher kennen lernen durfte auch dabei sind.

8. Mai 2011

Enrollment

Also eigentlich ist die Einschreibung recht einfach:
1. Man brauch einen Bachelor
2. Nachgewiesene Englischkenntnisse

Ich weiß nicht inwieweit sich der Prozess vereinfacht wenn man direkt einen Bachelor hat, die unten beschriebenen Erfahrungen beruhen natürlich auf meinem eigenen "Zustand" - aber im Endeffekt kann es nur einfacher sein.

Wenn man Kontakt mit Laureate aufgenommen hat (zB. über den Request Info - Button auf der Homepage) wird sich der sogenannte "Enrollment Advisor" mit einem in Verbindung setzen.
Daraufhin muss man ein Formular ausfüllen in dem man seinen bisherigen beruflichen und studentischen Werdegang einträgt, um zu beweisen das man fähig ist ein Master-Studium erfolgreich durchzuführen.
Nach der positiven Rückmeldung geht es dann eigentlich damit weiter das man das Anmeldeformular ausfüllt.

Bei mir war aber die UoL eine der ersten Unis die ich kontaktiert habe, und der eigentliche Entscheidungsprozess zog sich von meiner Seite dann noch ca. 1 Jahr hin. Bis ich recht deutlich gemacht habe das ich mir noch nicht 100%tig sicher bin konnten einem die regelmäßigen Nachfragen echt auf die Nerven gehen. Man merkt halt das Laureate eine "For Profit" - Organisation und provisionsgetrieben ist. Das war halt etwas was mich am Anfang gestört hat und eher davon abgehalten hat mich früher dafür zu entscheiden.

Nach der finalen Entscheidung musste ich dann meine VWA-Urkunde und ein Empfehlungsschreiben meines Arbeitgebers beibringen, das Student Agreement ausfüllen und das Geld für die ersten 5 Credits überweisen um meinen Platz zu reservieren. Ich musste kein offizielles Dokument bezüglich meiner Englischkenntnisse liefern, habe wohl während der Telefonate bewiesen das ich gut genug Englisch spreche. (Laureate sitzt in Amsterdam)

Der nächste Schritt (ca. 6 Wochen vor dem Beginn des Studiums) ist die "Studieness Readiness Orientation", ein Onlinekurs über die technische Seite des Studiums, abgeschlossen durch einen kleinen Multiple-Choice-Test und ein paar Englischfragen, alles in allem habe ich daran vielleicht einen Abend gesessen. Dabei hat man auch schon die erste Möglichkeit Kontakt mit Mitstudenten aufzunehmen, bisher habe ich z.B. mit einer Taiwanesin, einem Ägypter und einem Nigerianer gesprochen, also schon ein sehr internationales Feld.

Richtig losgehen wird es dann am 19. Mai, und zwar mit dem "Foundations of Academic Sucess" - Modul, indem noch mal auf allgemein Wissenwertes zum Studium eingegangen wird. Etwas später und für 2 Wochen parallel geht es dann mit meinem ersten "richtigen" Modul los, "International Financial Reporting and Analysis". Die Daten für das entsprechende Buch (Ein Wälzer mit fast 1000 Seiten) werden einem auch ca. 5 Wochen vor Beginn des Modul mitgeteilt, also Zeit genug dies zu bestellen.
Zusätzlich wird der Kontakt nun von meinem Enrollment Advisor zu meinem Student Support Manager übergehen, der dann während meines Studiums mein Ansprechpartner bleibt.

Was kann ich bisher dazu sagen? Was mich am Anfang gestört hat, stellt sich nun als positiver Punkt heraus, vor allem da es sich nicht geändert hat nachdem man unterschrieben hat: Die Mitarbeiter sind sehr bemüht und zuvorkommend, ich habe eher das Gefühl man bekommt zu viel als zu wenig Infos. Wenn eine Antwort mal länger als einen Tag dauert dann wird sich schon 1000mal entschuldigt, also alles sehr kundenorientiert.

Ich freue mich jetzt erstmal aufs Lernen und bin gespannt wie anstrengend es wird, zudem möchte ich sehen wer sich noch alles in dem Kurs tummelt!

Somit wird es das nächste Update bezüglich des Studiums Ende Mai geben.

University of Liverpool - allgemeines

So, jetzt ans Eingemachte. Aber musste erst ein wenig die Sonne genießen bevor ich mich dem Schreiben widmen konnte!
Nach der langen Einleitung soll es nun um die ersten Erfahrungen die ich mit der University of Liverpool gemacht habe gehen. Alle angebotenen Studiengänge und Infos kann man natürlich auch auf der Seite der UoL finden.
Neben den Managementkursen gibt es auch Master in Law, Psychology, Health und Information Technology.
Der Bereich Management wiederum erstreckt sich von MBAs mit diversen Spezialisierungen über Master in Global Marketing, Global Human Resources, International Management, Operations and Supply Chain Management, Project Management und Corporate Finance bis hin zu dem von mir gewählten MSc International Accounting & Finance. (Ab jetzt nur noch MIF genannt)
Da ich mich für einen MBA im Moment nicht interessiere habe ich mich damit nicht weiter befasst, genauso wenig wie wie mit dem angebotene DBA. (Doctor of Business Administration)
Bei den Mastern ist der Aufbau prinzipiell immer gleich, man hat 6 Pflichtmodule und 2 Wahlfächer, diese kann man beim MIF aus einem Pool von 9 Fächern wählen. Jedes Modul wir 2 Monate studiert, dann hat man einen Monat "frei" (d.h. Zeit sich schon durch das Buch fürs nächste Modul zu quälen) und am Ende schreibt man dann innerhalb eines halben Jahres noch seine Thesis mit ca. 20.000 Wörtern. Summasumarum ergibt das eine "Regelstudienzeit" von 30 Monaten.
Gezahlt wird in einer Summe (15.700€) in 3 Raten zu 5.756,67€, 12 Raten zu 1.570€, 36 Raten zu 523,33€ oder 45 Raten zu 446,58€. Flugs den Taschenrechner zur Hand genommen ergibt sich daraus ein Preis zwischen 15.700€ bis 20.096€ + Bücher. 
Was bekommt man nun für diesen großen Haufen Geld? Ich bin da mal so frei und kopiere aus der Email meines Enrollment Advisors:


"1. Support
There are many layers of support for students on this programme, and this is unique to the University of Liverpool and Laureate Online Education. At different stages in your time with us, you will have access to: Admission Advisor, Intake Coordinator, Programme Manager, Admission Coordinator, Online Library, Librarian, Technical Support, etc. However, in the end, this is still your programme and you must take responsibility for achieving your educational goals.

2. 3 /7 Day Rule
You must log on 3 separate days out of 7 and actively participate by posting your comments and joining in group discussions. There are no set times to be online during these days (students are from different time zones) but you must remain active for at least 3 out of every 7 days in each of the academic weeks.

3. Average of 20 hours per week
As this is a challenging programme, you will be expected to contribute, read, answer discussion questions, liaise with other students and undertake projects that will require an average of 20 hours a week to complete. The time you will need to spend per week in each module depends partly on your previous experience in that subject area. Again, there are no set times to be online for this work and you can fit your study into your schedule, but you should plan your academic, professional and personal commitments in order to meet the criteria for participation and achieve the deadlines.

4. Ordering Books
Module fees do not include text books and you must order your own books in advance of each module - this is possible from a number of sources around the world. You may ask for guidance on how to find these sources, though it is your responsibility to place order and take delivery of the books.

5. Completion Time
While it is possible to complete your programme in a shorter time, the average completion period is between 2-3 years. This programme has a good level of flexibility but also has a clear structure to follow, helping you to achieve your own personal goal for completion.

6. 100% Online
There are no physical classrooms, no on-site seminars, and no travel required to do this programme. All of your interaction and support is online. You are of course, invited to your graduation in Liverpool upon completion of the programme, but you are not required to attend. However we do encourage all students to come as it would be nice to award them the degree in person.

7. Flexibility
You can ‘fit your studies’ around your schedule, any time of the day or night, and you can select your preferred starting dates from the list of forthcoming classes. However, modules have fixed start and end dates and fixed deadline schedules. You need to keep your momentum if you wish to graduate!

8. No Exams
You will be assessed continually through practical work and participation - therefore there is no travelling to an exam site or the stress of exams. There is continuous assessment and feedback from your instructor, which provides a more true representation of how much you are learning. On a week by week basis you will know exactly how well you are doing or perhaps where you need some assistance.

9. What is in a Module
Modules contain a variety of components. At the beginning of each class, you will be provided with a syllabus outlining what you are required to do. Tasks include: responding to ‘discussion questions’; participating in class discussions; reading lectures; writing personal assignments; conducting research; group work; etc.

10. International Exposure
Each class will be made up of different students so there is great exposure to experience and skills from other class members-also good networking opportunities."

Was für mich neben dem reinen Inhalt wichtig war und sehr zur Entscheidung für die UoL beigetragen hat:
1. Durch die Anforderung regelmäßig Beiträge leisten zu müssen ist man ständig gezwungen sich mit der Thematik zu befassen, es ist also nicht einfach möglich sich kurz vor dem Ende hinzusetzen und das Wissen reinzuprügeln, man muss immer am Ball bleiben - was bei mir persönlich zu wesentlich besseren und dauerhaften Lernergebnissen führt. 
2. Die UoL ist verantwortlich für den Inhalt der Module, Laureate stellt nur die technische Plattform zur Verfügung. 

Doch nach all der grauen Theorie, wie sieht denn nun der Einschreibeprozess in der Realität aus?

6. Mai 2011

The search

Schon während ich in den letzten Zügen meiner VWA Fortbildung lag machte ich mir Gedanken darüber was ich als nächste Fortbildung beginnen sollte.
Grund dafür war eine internationale Ausrichtung meiner beruflichen Pläne, und auf lange Sicht erschien mir ein international be- und anerkannter sinnvoll - ein Master musste her!

In Deutschland stellte sich ziemlich schnell heraus das ich auf Grund meines VWA-Abschlusses keine Chance habe in eins der nebenberuflichen Programme zu kommen. Ich hatte direkt bei der Uni Münster für den Executive MBA in Accounting & Controlling  (http://www.cur-muenster.de/) und bei der FOM für den Master of Arts Accounting & Finance (http://www.fom-graduate-school.de/master-of-arts-ma/accounting-finance.html) - lustigerweise trotz des Namens ein deutschsprachiger Studiengang - nachgefragt.
Besonders ärgerlich fand ich das die FOM, obwohl auch Anbieter der Frankfurter VWA, diese nicht als ausreichende Zugangsqualifikation für den Master ansieht. Auf der anderen Seite verständlich, sie wollen ja auch ihren Bachelor verkaufen. Damals von der Avans Hogeschool in Holland, heute mit der Dutch University of Applied Sciences for Business Professionals, auf deutsch schon immer mit der Hessischen Berufsakademie. Zusatz zum Betriebswirt VWA: 2 Semester mit Case Studies...

Somit richtete sich mein Blick sehr schnell ins Ausland, wenn man dort auf den Seiten schaut gibt es neben den "direkten" Zugängen auch immer die Möglichkeit das andere Werdegänge berücksichtigt werden können.
Amerikanische Universitäten schieden wegen der "out of state"-Kosten sehr schnell aus. Wenn man nicht gerade an der ultrakonservativen Liberty University (Christlicher Fundamentalismus, interessant mal hier und über den Gründer zu lesen) in Lynchburg (Wie passend!) studieren will, kann man es unter 25.000 USD eigentlich vergessen.
Da ich als studienfähige Fremdsprache nur Englisch kann, mir Australien zu weit weg und Südafrika zu kompliziert war, landete ich in Großbritannien.

 Als sehr hilfreich bei der Suche haben sich folgende Suchmaschinen gezeigt:
http://www.findamasters.com/
http://www.postgraduatesearch.com/home/postgraduate-information.htm
http://www.prospects.ac.uk/
Nur manchmal werden Studiengänge als Fernstudiengänge angezeigt die es nicht mehr gibt oder die nicht als Distance Learning angeboten werden.
Für Erfahrungen aus erster Hand:
www.fernstudium-infos.de
www.degreeinfo.com

In die engere Auswahl sind die folgenden Studiengänge gekommen, ich werde bei jedem auch einen Satz dazu schreiben warum ich mich dagegen entschieden habe. Dabei ist zu beachten das alle Universitäten mir mit dem VWA-Betriebswirt und meiner relevanten Berufserfahrung den Zugang zum Master ermöglicht hätten!

  • University of Bradford über RDI - MSc Accounting, Finance and Management: Eigentlich mehr ein kleiner MBA, ich wollte mich aber spezialisieren und keinen weiteren generalistischen Abschluss
  • University of Leicester - MSc Finance: Zu sehr auf Finance im Sinne von Equities und Investment Management
  • Aberdeen Business School - MSc Financial Management: s.o.
  • Edinburgh Business School - MSc Financial Management: s.o., ausserdem bekommt man überhaupt keine Unterstützung beim lernen, es gibt das Script und wenn man meint man beherrscht es meldet man sich zur Prüfung an
  • The London College UCK -  Vom Preis her mein Favorit, aber irgendwie nur ein College und keine Universität (Obwohl ich den Unterschied bis jetzt nicht genau kenne), verleiht Master Diplomas, die Meinungen im Netz sind eher negativ, die Leute mit denen ich direkt über Xing gesprochen habe hatten gemischte bis positive Meinungen
So bin ich dann immer wieder zurück zur University of Liverpool mit dem MSc International Accounting and Finance gekommen, obwohl dies mit Abstand der teuerste Kurs ist - je nach Zahlweise 15.700 EUR - 21.000  EUR (Jaja ich weiß, aber über 25.000 USD meckern!)
Dazu aber detailliert im nächsten Beitrag.