16. Juni 2012

Heute ist mal wieder einer dieser Tage...

...an denen es mir schwerfällt mit meiner Discussion Question durchzustarten. Normalerweise gehe ich so vor, dass ich erst das Thema der DQ lese und dann die dazugehörige Lektüre. Das erlaubt mir das Material schon unter dem Aspekt der DQ zu lesen, und normalerweise ergibt sich dann schon während der Lektüre eine gewisses Verständniss auf was die Fragestellung abzielt und man hat schon eine Strutktur der Antwort im Kopf wenn man mit dem grundlegenden Lesen fertig ist. Aber manchmal gibt es Fragestellungen da fällt es mir unheimlich schwer diese grundlegende Idee zu entwickeln. Manchmal finde ich das Thema einfach langweilig, aber manchmal berührt die Frage auch soviele Themenbereiche das ich garnicht weiss wie ich am besten anfange. Wenn man es dann endlich schafft etwas zu schreiben, hat sich im nachhinnein immer herausgestellt das ich auf dem richtigen Weg war, mit selbst fehlte während des Schreibens aber die Gewissheit das dem so ist. Und ohne diese Struktur habe ich auch keinen Flow, sodass es eher ein mühsames kämpfen um jeden Satz ist, der wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als eigentlich notwendig, da man immer irgendwie etwas anderes zu tun findet. 

Aber genau das ist das Gute am Studium an der University of Liverpool - man hat jede Woche 5 kleine Schritte als einen grossen am Ende des Moduls, und frei nach Momo führen diese kleinen Schritte eher zum Ziel!

10. April 2012

And the next one!

Bin in letzter Zeit ein wenig faul gewesen, aber dass sei mal meiner Arbeitsbelastung und dem müden Wetter geschuldet. Aber da ich doch hin und wieder Feedback bekomme das Leute den Blog lesen habe ich mich heute mal wieder hingesetzt. Mittlerweile bin ich auch mit dem dritten Modul durch, Assurance & Management Control. Im Grossen und Ganzen geht es dabei um Internal Audit, d.h. was genau ist IA, die verschiedenen Möglichkeiten wie IA im Unternehmen eingesetzt werden kann. Diesmal waren wir nur 11 Leute, daher war das Lesetempo wesentlich angenehmer als im vorherigen Modul. Das einzig nervige war das Buch, da es von der Research Foundation des Institute of Internal Auditors herausgegeben wurde. Da dies keine "offizielle" Stelle ist, sondern "nur" ein Berufsverband, ging es in dem ersten Kapitel nur darum wie toll das IoIA ist und dass es ja die einzige Organisation sei deren Standards weltweite Gültigkeit haben. Zudem ist das Buch klar an Undergraduates gerichtet. In meinem Fall war das nicht schlecht, aber manche Beispiele die aus dem echten Leben angeführt wurden haben eher dazu geführt das ich schmunzeln musste. Zum Beispiel sollte man Risk Control im Alltag anhand seines Aushilfsjobs belegen. Ausserdem war das Buch  mit $135 doch recht teuer. Note wie immer ein B (62 von 84 möglichen Punkten), die Tutorin aus den USA auch in Ordnung, auch wenn ihre Reaktionszeit auf administrative Fragen manchmal etwas lang war. 

Was ich dieses Modul das erste mal gemacht habe: Reisen. Erstens: Es ist machbar. Zweitens: Es ist nicht zu empfehlen. Da man immer seine Abgabetermine hat legt man den ganzen Urlaub um diese herum. Das führt dazu dass man nie ganz abschaltet. Was wiederum anders sein mag wenn man betrieblich unterwegs ist, da ist man ja eh auf der Arbeit. Wobei es bei mir auch extrem war, war auf Grund familiärer Umstände zwei Wochen in Brasilien, dann vier Tage in Island und dann noch zweimal anderthalb Tage in Deutschland, sodass ich also fast das halbe Modul unterwegs war und es damit wohl eine Ausnahmesituation darstellt. 

Als letzten Punkt den ich noch erwähnen möchte: Es gibt die Möglichkeit einen Studentenausweis zu erhalten! Damit steht Studentennachlässen nichts mehr im Weg - zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein, aber da das Studium teuer genug ist nimmt man das doch gerne mit. 

2. Januar 2012

Step by step...

Nur eine Kleinigkeit die ich beim letzten Mal vergessen habe: 
Wie anscheinend alle englischen Universitäten bietet die UoLP Zwischenzertifikate an wenn man den Studiengang vor dem vollstaendigen Ende verlässt: Dies sind das Postgraduate Certificate nach der Hälfte der Module und das Postgraduate Diploma nachdem man alle Module, aber die Masterthesis noch nicht hat. Diese erhält aber nur wenn man sich wirklich exmatrikuliert als "Exit"-Zertifikat, kann sie also nicht als Zwischenzeugnis in einer Bewerbungssituation anfordern.

Flexibilität

Hallo allerseits,

da nun das 2. Modul, Weihnachten und Neujahr vorbei sind, habe ich wieder ein wenig Zeit gefunden mir ein paar Gedanken zu machen. Diesmal geht es um die Flexibilität des Studiums. Wie ja schon mehrfach beschrieben ist das Studium 100% online, d.h. keine Klausuren vor Ort oder in irgendwelchen Prüfungszentren. Um trotzdem die Teilnahme der Studenten sicherzustellen hat man die Verpflichtung neben der Ursprungsaufgabe noch 3 Forenbeiträge und eine Einsendeaufgabe fertigzustellen. Dies kann man nicht oft genug wiederholen, denn es bedeutet für die Dauer des Moduls dass man an eine starren Stundenplan gebunden ist. Man kann also in einer Woche in der man reisen muss oder andere Verpflichtungen hat, nicht einfach schieben um es dann nächste Woche nachzuholen. Mir gefällts, da es mich zwingt mich regelmässig mit dem Stoff auseinanderzusetzen, jemand der sich aus anderen Gründen für ein Ferstudium entscheidet sollte sich diesen "Einschränkungen" aber deutlich bewusst sein. Da oftmals Verpflichtungen kurzfristig auftauchen kann man sich in den ersten zwei Wochen ohne Konsequenzen aus einem Modul verabschieden, danach ist es dann ein etwas komplizierteres Verfahren was ggf. auch in einem "Fail" enden kann.

Daher mein Fazit auf Grund der Struktur: Das Studienformat ist geeignet für Leute die
- einen geregelten Job haben
- sich regelmässig mit einem Thema befassen wollen
- schriftliche Prüfungen vermeiden wollen oder keinen Zugang zu Prüfungszentren haben
- über einen Zeitraum von 2 Monaten ihre Lernmöglichkeiten planen können

Wer jedoch ein wirklich zeitlich flexibles Fernstudium sucht, bei dem man das Lernen vielleicht auch mal schieben kann oder sich her kurzfristig vor einer Klausur zum pauken hinsetzt, der sollte sich nach etwas anderem umsehen. 

28. Oktober 2011

Aus dem Leben eines Fernstudenten

Heute mal nur ein kurzes Update. Habe mir überlegt öfter mal Kleinigkeiten zu posten, dann sind die Pausen nicht so gross und ich strapaziere die Aufmerksamkeit meiner Leser nicht zu sehr... Ausserdem geht sonst vielleicht der eine oder andere Gedanke verloren!

Deswegen heute nur ein kleines Beispiel, meine letzte Woche sah so aus:
Donnerstag faul gewesen und von der vorherigen Woche erholt.
Freitag auch nur ein wenig gelesen.
Samstag morgens um 8 Uhr aufgestanden und bis ca. 16 Uhr an der DQ gesessen.
Sonntag Abend nach dem normalen Tagesgeschäft dann noch mal 3 Stunden gesessen und die erste Antwort geschrieben.
Montag bis Mittwoch dank Quartalsabschluss und kaputter Tube immer erst gegen 20 Uhr zu Hause gewesen, dann an zwei Tagen noch je 2-3 Stunden an den notwendigen Beiträge geschrieben. Das Hand-in Assignment ging mit einer Stunde relativ flott (nur rechnen). Das hatte ich am Dienstag eingeschoben, ein weitere Vorteil am Online-Studium, man kann variieren wann man was macht!

Insgesamt bin ich somit ziemlich genau auf die 20 Stunden in der Woche gekommen die veranschlagt werden.

23. Oktober 2011

2. Modul - Strategic Managerial Accounting and Performance Management

So, nach einer doch etwas längeren Pause komme ich wieder dazu ein kleines Update zu schreiben.
Wie unten berichtet wurde mein 2. Modul ja wegen zu wenig Teilnehmern leider um einen Monat nach hinten verschoben, und ich bin auch schon wieder in der 3. Woche. Aber ein direkte Bestätigung auf Xing dass dieses Blog doch gelesen wird lässt es mich mal wieder aktualisieren. 

Zur den Formalitäten: Durch die Zusammenlegung von 2 Kursen waren wir zu Anfang des Moduls 17 Studenten plus Lehrer.

Das ist diesem Fall Dr. Denys Crain-Sully, der neben seinem PhD auch einen MBA besitzt und 16 von seinen 30 Jahren Berufserfahrung bei Apple verbracht hat. 
Die restliche Klasse setzt sich folgendermaßen zusammen:
Nigeria
Südafrika
Deutsch (In USA lebend) (Nein, das bin nicht ich, bin nicht schon wieder umgezogen!)
Deutsch (In UK lebend)
Nigeria
Taiwan
Canada
Simbabwe
Libanon
Nigeria
China (In den Niederlanden lebend)
Österreich
Nigeria
Sri Lanka (In UK lebend)
Singapur
Botswana

Davon sind 4 weiblich.  
Mit ein bisschen Statistik ergibt das:
Verteilung der Studenten nach Nationalität:
Afrika 41.18% 
Europa 17.65% 
Asien 35.29% 
Nord-Amerika 5.88%  

Nach derzeitigem Aufenthaltsort:
Afrika 41.18% 
Europa 23.53% 
Asien 23.53% 
Nord-Amerika 11.76%  

Verteilung Frauen / Männer:
4 Frauen, 13 Männer (23.53%, 76.47%)  

Wenn man nun als Vergleich das erste Modul heranzieht:
Nationalität:
Afrika 58.33% 
Europa 8.33% 
Asien 16.67% 
Nord-Amerika 16.67%

Wohnort:
Afrika 41.67% 
Europa 16.67% 
Asien 25.00% 
Nord-Amerika 16.67%  

3 Frauen, 9 Männer (25%, 75%)  

Was lernen wir daraus im Rahmen der Kennzahlen- und Trendanalyse? Afrika stark, aber nachlassend. Asien ist verzerrt, weil wir neben Indien und Libanon auch die reichen Länder wie Japan, Taiwan u.ä. haben. 

Von der Qualität der Mitstudenten ist wieder alles dabei, vom einfachen Buchhalter bis zum Managing Director eines Devisenhandels, vom Credit Risk Analyst zum Controller für "Central- and Eastern Europe".

Das Thema um das es in diesem Modul geht würde man im Deutschen wohl als Controlling bezeichnen. Costs, Pricing, Budgets, Investment Decisions usw. 

Das Thema ist interessant und das Lehrbuch wie immer gut, wir mussten pro Woche bisher je ein bis zwei Kapital lesen, plus jeweils 2 bis 3 Artikel, sodass das vorgegebene Lesepensum für die Discussion Question 75 - 100 Seiten betrug.  Sonst geht es seinen gewohnten Gang: Beiträge der Kommilitonen lesen, mindestens 3 weitere Beiträge schreiben, plus das Hand-In Assignment am Ende der Woche.

Nun zu den Kritikpunkten:
1. Die Lehrkräfte in den Modulen scheinen sich abzuwechseln. D.h. während ich im ersten Modul Dr. Nazam hatte, der Recht streng war, haben die Studenten der zweiten "Kohorte" dies wohl bei jemandem anderen gehabt, der nicht so auf die Formalitäten geachtet hat. Daher lassen die Referenzen teilweise auch zu wünschen übrig.
2. Allein durch die Anzahl der Personen ist es mehr als doppelt so viel zu lesen als im ersten Modul . Während wir dort um die 40 Beiträge pro Woche hatten, sind es momentan über 90! Aber wie immer scheint die Teilnehmerzahl im Laufe des Moduls zu sinken, also "schau mer mal"!
3. Der Lehrer ist passiver und greift weniger in die Diskussionen ein. D.h. das öfter mal Dinge wiederholt werden, und ich das Gefühl habe das auch weniger "geforscht" wird. Dr. Nazam hat oftmals Fragen gestellt die allein zum Verständnis das Lesen mehrerer Forschungsarbeiten erfordert hat, während Dr. Denys eher dazu neigt aus seinem eigenen Erfahrungen zu berichten, was die Diskussion aber nicht voran bringt. 

Dies sind meine ersten Eindrücke, und ich werde mich spätestens am Ende des Moduls wieder melden!

8. August 2011

Die Noten sind da!

Eigentlich schon seit einer Woche, aber bin vorher nicht dazu gekommen...
Für die letze Woche gab es dann noch mal ein A für die Discussion Question, ein F für meine Teilnahme (Hatte 1,5 Tage Urlaub genommen und nur einen Beitrag geschrieben um mein Projekt fertigzubekommen), und *tata* ein A für mein finales Projekt. Insgesamt kommen dann 61 von 84 möglichen Punkten für das Modul raus, was wohl einem B- entspricht. Wer allgemein mal einen Blick in das "Student Handbook" werfen will kann das hier tun.
Somit wäre das erste Modul geschafft, ich hoffe ich kann hier noch ein wenig den Sommer genießen bis es dann im Oktober mit Strategic Managerial Accounting and Performance Management weitergeht. Wen es interessiert, das entsprechende Buch ist dann Management Accounting for Decision Makers.

1. August 2011

In eigener Sache

Da ich mich hier hauptsächlich auf die UoL konzentrieren möchte habe ich mit meiner Frau einen weiteren Blog eröffnet, um über unsere Erlebnisse auf unseren Reisen (Im Moment natürlich hauptsächlich England) zu berichten. Also wer Interesse hat kann auch gerne hier mal reinschauen: http://sauerkrautandsamba.blogspot.com/

31. Juli 2011

Wo viel Licht ist...

...ist natürlich auch Schatten.
Was ich bisher verbesserungswürdig finde:
In der Vorbereitung wird so viel Wert darauf gelegt wie man richtig antwortet, also auf bestimmte formale Aspekte, während andere, die wie sich nachher rausstellte genauso wichtig sind, nicht einmal erwähnt werden.
Bei mir war es das Thema "Business Report". Es ging darum die Zahlen einer fiktiven Firma zu analysieren und interpretieren, und das ganze in der Form eines Business Reports. Den letzten Teil habe ich wohl überlesen, habe die Berechnungen erstellt und ein paar Sätze dazu geschrieben und ein "F" dafür kassiert - d.h. 0 von 84 möglichen Punkten! Grund? Meine Berechnungen waren richtig, aber formal nicht korrekt aufbereitet. Hätte man das Thema in der Vorbereitung einmal erwähnt, wäre ich dafür wenigstens sensibilisiert gewesen und hätte vorher gegoogelt woraus ein Business Report besteht!

Das zweite Problem ist die Zeit. Einmal ist es so geplant das man 8 Wochen Modul, 1 Woche frei, 8 Wochen Modul, 1 Monat frei usw. hat. Ich muss gestehen das ich am Ende der 8 Wochen ganz schön platt war, vor allem da in den letzten 2 Wochen noch die Projektarbeit hinzukommt. Hier würde ich es besser finden wenn man nur die Projektarbeit hätte und keine weiteren Assignments, und am Ende ein Monat Pause wäre, anstatt gleich weiterzumachen. In meiner "Kohorte" hat es sich jetzt ergeben das von den 6 Leuten die am Ende noch übrig waren (siehe vorheriger Post) nur noch fünf in das nächste Modul mitwollten, sodass es komplett ausgesetzt wurde und wir dann bei der nächsten Gruppe im Oktober wieder einsteigen.
Auf der einen Seite gut das man ein wenig Luft holen kann, auf der anderen Schade das man so lange raus ist. Aber neben dem Kostenfaktor der für die UoL eine Rolle spielt, sagen sie auch das mit weniger als 10 Personen die Diskussionen nicht genug Input bekommen um zum Lerneffekt beizutragen. Auch das ist ein zweischneidiges Schwert, denn schnell sind es auch zu viele Beiträge und man kommt kaum mit dem Lesen hinterher!

Soviel zu den negativen Punkten, ich bin sehr gespannt wie die Kommilitonen in dem anderen Kurs sind, denn die eine oder andere Seilschaft hat sich natürlich schon gebildet!

29. Juli 2011

International Financial Reporting and Analysis

So, da ich gestern meine Projektarbeit abgegeben habe, ist nun wieder Zeit vorhanden meine ersten Erfahrungen zu schildern. Eins vorweg - wer jemals behauptet das ein Fern- nicht gleichwertig zu einem Präsenzstudium ist, der soll bitte mal ein Modul an der UoL mitmachen. Was ehrlich gesagt aber auch mich überrascht hat, ist wie groß der Aufwand doch ist! 

Das Buch was wir benutzt haben ist Financial Accounting and Reporting von Elliott & Elliott in der 13. Edition von 2009, im August erscheint aber schon die nächste. Die Buchliste wird immer 4-5 Wochen vor dem Starttermin herausgegeben, sodass die letzt erhältliche Version bestellt wird, aber noch genug Zeit ist dass das Buch geliefert wird.  Unser Tutor im ersten Modul war Dr. Nazam Dzolkarnaini, hauptberuflich Lehrer an der Salford Businessschool. 

Wie sieht die Woche nun aus, und wieso ist der Aufwand so viel größer als Gedacht?
Donnerstags (Und teilweise auch schon Mittwochs) werden die zu lesenden Kapitel (zwischen 2 und 5) und die daraus resultierende Discussion Question (kurz DQ) online gestellt. Dann hat man bis Samstagabend 24 Uhr (lokal) Zeit eine Antwort auf diese Frage zu formulieren, 500 - 1000 Zeichen lang und mit entsprechenden Quellen belegt. Und hier liegt der Hund begraben. Aus der Lektüre des Buches und den ersten Nachforschungen in der Online-Bibliothek ergibt sich meist sehr schnell wohin die Reise geht und was das grundlegende Thema der Woche ist, aber seine eigenen Gedanken dann mit wissenschaftlichen Artikeln zu untermauern dauert. Erstmal muss man die Suche so formulieren das man verwertbare Ergebnisse bekommt, und dann sichten welche Artikel die These stützen (oder gegebenenfalls widerlegen). Dies noch in Englisch, was den Prozess zusätzlich verlangsamt. 
Danach hat man bis Mittwochabend Zeit seine 3 "Follow-up Posts" zu posten, wobei es gerne gesehen wird wenn man eigene Erfahrungen einfließen lässt und mit den Kommilitonen interagiert. Moderiert wird das ganze vom Tutor, der die Diskussion durch weitere Fragen auch in bestimmte Richtungen lenkt. Diese Beiträge sollten dann 250 - 500 Wörter lang sein und ebenfalls mit Quellen belegt. Das ganze wird dann mit einem "Hand-in Assignment" abgeschlossen, in dem es darum geht das gelernte an einem Beispiel umzusetzen. Z.B. kann das eine Analyse der Kennzahlen in Form eines Business Reports sein, oder die Erstellung von konsolidierten Accounts anhand 2 gegebener Bilanzen und GuV. 
Ganz am Ende ist dann als Projektarbeit die Analyse einer selbst gewählten Firma zu erstellen, dort soll all das gelernte angewandt werden, was bei mir in einer 27-seitigen Arbeit endete, was aber genau der Anzahl der geforderten Wörter entsprach (4500 - 5500). 
Ich kann nicht beurteilen wie deutlich es wird das ich eigentlich immer den kompletten Samstag für die DQ gebraucht habe und für jede Antwort auch ein kompletter Abend draufgegangen ist, und nebenbei noch das Hand-in Assignment fertigzustellen ist, deswegen noch mal eine Warnung: Es ist wirklich zeitaufwendig! Wahrscheinlich auch der Hauptgrund warum von anfänglich 12 Studenten am Ende des ersten Moduls nur noch 6 übrig sind...

Da mag sich nun die Frage stellen: Lohnt sich der Aufwand? Aus meiner Sicht: Ja! Durch das kapitelweise lesen wird man nicht sofort von der Masse des Buches erschlagen. Zudem sind die Fragen des Tutors immer wieder herausfordernd, und manches was im Buch nicht sofort klar ist wird einem dann deutlich wenn man verschiedene Artikel dazu liest. Auch durch die Assignments (und vorher bereitgestellte Übungsaufgaben) wird das gelernte sofort angewandt und verinnerlicht. Diese Struktur bedingt aber auch das man keine Flexibilität in dem Sinne hat, dass man auch mal eine Woche nichts macht um dann zu pauken, man ist ständig gefordert sich mit dem Stoff zu befassen. (Was bei mir ja einer der Gründe war mich für die UoL zu entscheiden!)
Obwohl mein Englisch gut ist (und ich ja mittlerweile sogar in England lebe), musste ich manche Beiträge doch mehrfach lesen um sie zu verstehen, was aber natürlich auch mein Englisch weiter verbessert hat. Insgesamt habe ich das Gefühl ich habe in den 8 Wochen UoL mehr gelernt als in den 3 Jahren (Naja, in meinem Fall 4) an der VWA! 

@Anonym: Wenn du ernsthaft Interesse an dem Studium hast, melde dich bitte mal unter sven.christian.suess@googlemail.com, die UoL hat ein "Refer a Friend" - Programm.